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Über den Krümmel-Effekt und die Vertuschungspolitik der Verantwortlichen

„Rote-Fahne“-Gespräch mit der Wissenschaftlerin Frau Dr. Inge Schmitz-Feuerhake (Professorin an der Universität Bremen i.R.)

Das AKW Krümmel ist zurzeit wieder sehr negativ in den Schlagzeilen. Sie haben seit den 1980er Jahren intensiv strahlenbedingte Leukämiehäufungen, das heißt Blutkrebserkrankungen in Deutschland im Zusammenhang mit Atomanlagen untersucht. Welche Konsequenzen hatten Sie damals vertreten und sehen Sie sich darin bestätigt?

In der unmittelbaren Nähe des AKW Krümmel ist ab 1990 die – auch weltweit gesehen – weitaus höchste und auffälligste Leukämieerhöhung bei Kindern registriert und amtlich bestätigt worden. Ich war Mitglied in zwei behördlich eingesetzten Kommissionen zur Aufklärung der Ursachen. Meine „Fraktion“ in den Kommissionen konnte den Effekt auf einen vertuschten Unfall 1986 in der benachbarten Kernforschungsanlage Geesthacht zurückführen.

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